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Der Reisepass im Informationszeitalter
vom 25. Mai 2009
Wer viel ins Ausland reist, der kennt ihn. den Reisepass. In Deutschland im burgunderrotem Umschlag erlaubt er einem sich aufzuweisen. Einreise- und Ausreisestempel finden sich ebenso wie das Visum auf den Seiten des Reisepasses wieder.

Die eigentliche Aussage des Passes findet sich immer vorne auf den ersten Seiten. Dort ist für die Identitätsüberprüfung des Reisenden ein Foto, sein Name, sein Alter und weitere angaben vermerkt.

Der ePass, der neue Reisepass

Seit November 200 wird in Deutschland der elektronische Reisepass, kurz ePass eingeführt. Er enthält das digitale Passfoto als erstes biometrisches Merkmal im Chip. Der ePass-Chip befindet sich in der Passdeckel und ist mit bloßem Auge nicht erkennbar. Die Pässe werden in Deutschland zentral von der Bundesdruckerei erstellt.

Im November 2007 folgte dann der ePass der zweiten Generation. Dort werden zusätzlich zum Foto zwei Fingerabdrücke im Chip gespeichert sind. Mit dieser neuen Technologie soll ein Höchstmaß an Fälschungssicherheit und Schutz vor Dokumentenmissbrauch erreicht werden.

Bei Kontrollen an Flughäfen, Grenzen, und sonstigen Identitätsüberprüfungen soll der ePass zusammen mit der Kontrolle der Fingerabdrücke eine unerlaubte Einreise unter falschem Namen verhindern. Da die personenbezogenen Daten und die biometrischen Merkmale im Chip können maschinell gelesen und geprüft werden können kann eine zugigere und sicherere Kontrolle erreicht werden.

Datenschutz im Umgang mit dem ePass

Der auf dem ePass befindliche Chip ist ein RFID-Chip. Der Chip selber kann ebenso wie der Reisepass durch mechanische Weise zerstört werden. Ebenfalls kann der Chip durch elektrostatische Aufladung zerstört werden. Der Aufwand für ein ausreichend starkes Feld ist sehr hoch.

Hinsichtlich des unberechtigten Auslesens der biometrischen Daten des ePasses, warnt der Bundesbeauftragte für den Datenschutz davor, dass das Auslesen der im Chip gespeicherten Daten möglich ist. Hierfür muss allerdings die maschinenlesbare Zone des Passes, welches nur einige Zentimeter sind, erreicht werden. Ebenso kann die Verbindung zwischen Lesegerät und RFID-Chip abgehört und mittels so genannter "Brute-Force-Attacken" unter Nutzung bekannter kryptographischer Schwächen gehackt werden.


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